Chronik

18.09.1918

Zwei Monate vor Ende des Ersten Weltkrieges wird der Verein von 15 Mitgliedern gegründet. Franz Bauer ist der erste Vorsitzende, der dieses Amt bis 1938 ausübt. Da der Verein über keine eigenen Gewässer verfügt, sind Altrhein und Rhein (bei Stockstadt) das Angelrevier. Die Angler fahren in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg auch mit dem Rad von Darmstadt an den Rhein oder gehen gar zu Fuß, die Reiseerlaubnis stets in der Tasche. Schließlich gilt es, die französisch besetzte Zone zu passieren. Hinter Griesheim stehen die Zollhäuschen. 30 Reichsmark Entschädigung pro Angler und Jahr muss der Verein an den Berufsfischer am Rhein bezahlen.

27.11.1930

Beschluss über die Pachtung einer ehemaligen Braunkohlegrube, die seit 1924 mit Wasser vollgelaufen ist. Die Pachtsumme beträgt 400 Reichsmark. Für die Finanzierung muss jedes Mitglied eine Umlage von 8 Reichsmark entrichten. Es handelt sich um die „Grube Prinz von Hessen“.

05.07.1931

Offizielle Einweihung des Grubenteiches (heute: Grube Prinz von Hessen). Mit der Anpachtung eines eigenen Gewässers wächst die Mitgliederzahl auf 111.

27.02.1938 - 1946

1938 wird der Verein „gleichgeschaltet“. Unter parteipolitischem Druck wurde verlangt, dass ein Parteimitglied der NSDAP die Führung des Vereines übernimmt. Daraufhin tritt der Vorstand geschlossen zurück. Die Forderung der Parteimitgliedschaft wird fallengelassen und Philipp Knipp als Vereinsführer eingesetzt. Während dieser Zeit sinkt die Mitgliederzahl auf 66.

1940

Die Vereinsführer aller Anglervereine mit Pachtgewässer werden aufgefordert, im Herbst durch Abfischung der Gewässer möglichst viel Fischfleisch für die Ernährung der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.

1928

Der Verein wächst auf 31 Mitglieder. Das Vereinsvermögen beträgt 472,88 Reichsmark.

09.01.1955

Martin Volk wird zum ersten Vorsitzenden gewählt.

1960

Die ersten Teiche werden bespannt.

02.06.1946

Die Mitgliederzahl ist auf 50 geschrumpft. August Deinert wird zum ersten Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt übt er bis 08.01.1955 aus. Zu diesem Zeitpunkt werden erste Überlegungen angestellt, eine eigene Teichanlage zu bauen. Präferenz ist die Saure Wiese unterhalb des Stellkopfes im Ostwald von Darmstadt. An dieser Stelle wurden vor einigen hundert Jahren vom Oberjägermeister des Jagdlandgrafen schon einmal Teiche angelegt. Nach langen Verhandlungen und mit Unterstützung der Forstverwaltung, dem Stadtverordneten Fritz Wernarth und dem Stadtkämmerer Dr. Joachim Borsdorff wird die Genehmigung für den Teichbau erteilt.

18.01.1964

Martin Volk wird durch Hans Heinemann als erster Vorsitzender abgelöst. Die ursprüngliche Blockhütte wird zur Fischerhütte, in der lediglich Getränke und Imbisse an Mitglieder abgegeben werden. Spaziergänger dürfen nach Kauf eines sogenannten „Bausteines“ in Höhe von zehn Deutschen Mark die Fischerhütte mitbenutzen. Dieser Baustein dient für den Unterhalt des Gebäudes.

1957

Baubeginn der 5 Waldteiche mit Unterstützung des 95. amerikanischen Pionierbataillons, das in Darmstadt stationiert ist und diverse Großraumgeräte zum Einsatz bringt. 250 Mitglieder werden aufgerufen, jeweils bis zu 180 Arbeitsstunden abzuleisten.

1962

Fertigstellung der Anlage und Uferbepflanzung der Waldteiche.

11.10.1960

Der Bau einer Blockhütte als Regenschutz wird beschlossen.

2010

Der bisherige 2. Vorsitzende Siegfried Roth übernimmt während der Generalversammlung am März 2010 das Amt des 1. Vorsitzenden von Martin Bothner, der aus persönlichen Gründen sein Amt niederlegt.

26.01.1973

Wilhelm Bernet (von den amerikanischen Angelfreunden „Jim“ genannt und von den Mitgliedern übernommen) wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Wolfgang Bleck wird zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Beide begleiten diese Ämter mehr als ein Vierteljahrhundert.

1972

Umbauarbeiten an der Fischerhütte und Verpachtung der Gastwirtschaft. Mit der Stadt Darmstadt werden Pachtverträge für den Müllersteich und Steinbrücker Teich geschlossen.

​seit 19.01.1982

Anpachtung der Fischerhütte durch Vereinsmitglied Georg Huck.

11.09.1988

Durch Brandstiftung wird die Fischerhütte vollständig zerstört. Im Dezember des gleichen Jahres wird auch das Dach des Nebengebäudes durch Brandstiftung vernichtet.

1980

Aufgrund von Platzmangel wird in Eigenleistung ein Nebengebäude mit Geschäftszimmer, Küche und Werkstatt erbaut.

19.05.1990

Wiedereröffnung der Fischerhütte.

12./13.09.1998

Der Verein feiert mit der Öffentlichkeit das 80-jährige Vereinsjubiläum.

10.03.2000

Nach dem Tod des stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Bleck wird Jürgen Bein zunächst als dessen Nachfolger gewählt. Nach dem Tod von Jim Bernet wird Jürgen Bein in der Generalversammlung vom 15.02.2002 zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Ein Gedenkstein für den langjährigen 1. Vorsitzenden Jim Bernet wird auf dem Anwesen der Fischerhütte errichtet.

1996

Mit dem Hessischen Forstamt Darmstadt werden Pachtverträge für den Erich-Kästner-See und Brentanosee geschlossen.

2008

Martin Bothner wird bei der Jahreshauptversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er übernimmt das Amt vom langjährigen Vorsitzenden Jürgen Bein, der aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht.

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